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Grußworte

Grußwort der DBG                                                                                                     Berlin, 15. Juni 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

Polazk ist eine der bedeutendsten belarussischen Städte, eine Stadt mit einer langen wechselvollen Geschichte, die berühmte Persönlichkeiten wie den ersten slawischen Buchdrucker Franzyschak Skaryna oder den Schriftsteller Uladzimir Arlou hervorgebracht hat. Man sagt den Polazkern nach, dass sie eigenwillige, starke und zuweilen sture Charaktere seien. Vielleicht ist da zusammengekommen, was zusammengehört. Schließlich gelten auch die Schwaben in Deutschland, mit Verlaub, als zumindest sehr eigenwillig. Tatsächlich braucht es wohl eine gewisse Hartnäckigkeit, sich von deutscher Seite mit dieser in unseren Breiten leider sehr unbekannten Stadt zu beschäftigen und sich immer wieder die Fragen gefallen lassen zu müssen, was Polazk und Belarus überhaupt seien. Das nun erscheinende Lesebuch wird mit dem Informationsmangel über Polazk hierzulande aufräumen. Das freut uns von der dbg ganz besonders. Der Freundeskreis Polozk leistet seit 15 Jahren in vorbildlicher Art und Weise eine Arbeit gegen die zuweilen grassierende westeuropäische Ignoranz gegenüber den Ländern Osteuropas, für ein Zusammenwachsen Europas und gedeihende Beziehungen zwischen Deutschland und Belarus.

Dazu möchten wir von der deutsch-belarussischen gesellschaft ganz herzlich gratulieren. Wie auch zur Städtepartnerschaft zwischen Friedrichshafen und Polazk, die in diesem Jahr seit 20 Jahren besteht. Solche Initiativen sind über alle Maßen wichtig, um Vorurteile abzubauen und um ein gegenseitiges Verständnis und Wissen voneinander zu entwickeln.

 Auch für die Zukunft wünschen wir Ihnen Kraft und Erfolg.

Bleiben Sie stark und eigenwillig!

Mit den herzlichsten Grüßen,

Prof. Dr. Rainer Lindner, Vorsitzender deutsch-belarussische gesellschaft

Ingo Petz, Vorstand deutsch-belarussische gesellschaft

 

Grußwort der Stiftung West-Östliche Begegnungen                                                 Berlin, den 15. Juni 2010        

 

Partnerschaft lebt von der Begegnung der Menschen. Sie braucht Herzen, Hände, gute Ideen und schöpferische Phantasie. Das vom Friedrichshafener „Freundeskreis Polozk“ herausgegebene Lesebuch über die belorussische Partnerstadt Polzk ist dafür ein überzeugendes Beispiel, zu dem ich Ihnen im Namen der Stiftung West-Östliche Begegnungen herzlich gratuliere.

Auch wenn unsere Stiftung keine Sonderpreise für Buchpublikationen vergibt, haben wir die Herausgabe des vorliegenden Lesebuches im Rahmen unserer Möglichkeiten als ein besonderes Projekt gerne unterstützt. Die Idee, zum 20. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Friedrichshafen und Polozk mit einem Lesebuch eine Brücke zu den Menschen in der Partnerstadt zu schlagen und damit gleichzeitig auch wertvolle Erfahrungen aus den zurückliegenden 20 Jahren der Partnerschaft festzuhalten, aber auch um Neugier an der Partnerstadt und den Menschen dort zu erwecken, hatte uns überzeugt. Völkerverständigung  durch Begegnen und Verstehen wird in diesem Buch in faszinierender Weise konkret. Mehr noch, die Schilderung anhand einzelner Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen in Polozk in deren Lebenssituation, mit ihren Sorgen, Hoffnungen und Erfahrungen von ermutigenden Erfolgen bringt uns die Partnerstadt Polozk und ihre Menschen näher.

Die im Lesebuch geschilderte bewegende Geschichte einer Familienzusammenführung macht deutlich, wie Städtepartnerschaften auch zu überraschenden Entdeckungen beitragen können, die uns plötzlich bewußt machen, dass wir einander näher sind als wir bisher wahrgenommen haben. Sie zeigt zugleich, dass die menschliche Dimension auch unter unmenschlichen Bedingungen von Versklavung und Todesgefahr Kräfte entwickeln kann, die, obwohl Jahrzehnte lang vom Kalten Krieg verschüttet, auch noch nach 50 Jahren den Sieg behalten und Menschen, die zusammen gehören, zueinander führen können.

Das Lesebuch ist ein wertvolles Geschenk, nicht nur für diejenigen, die in den vergangenen 20 Jahren die Partnerschaft zwischen Friedrichshafen mitgestaltet haben. Es ist auch eine interessante Anregung und Ermutigung für andere, die sich für die Gestaltung von lebendigen Beziehungen zu Partnerstädten in Belarus und anderen Ländern einsetzen.  Die Stiftung West-Östliche Begegnungen ist dem Freundeskreis Polozk und den Autoren sehr dankbar. Ihre Arbeit hat sich gelohnt. Wir wünschen dem Lesebuch und seinen Herausgebern viel Erfolg und eine gute Aufmerksamkeit und Resonanz bei den Lesern, nicht nur in Friedrichshafen und in Polozk, sondern auch darüber hinaus.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

Dr. Helmut Domke

Vorsitzender des Vorstands

der Stiftung West-Östliche Begegnungen